Holzwickede – Rathaus Holzwickede
37. Fortsetzung
13.11.2025
Noch ein Blick auf die Fassade zur Straße Am Markt hin
mit der Fenstergestaltung zum Emschersaal
Foto ©Brigida González für bez+kock Stuttgart
Nord- und Westflanke mit altem Rathaus (Foto D. Drossel)
Foto ©Brigida González für bez+kock Stuttgart und Frontsicht Allee
Mit einer Luftbildaufnahme von Detlef Drossel möchte ich den Rathausanbau in seiner Vorstellung abschließen. Gut sichtbar die Lichtkuppeln zum Foyer, die Photovoltaikplatten und die Wärmepumpen auf dem Dachgeschoss.
Am 28. Januar 2023 war Tag der feierlichen Einweihung des Rathauses und die Holzwickeder Nachrichten (Anke Pieper u. Ursula Lindstedt) widmeten dazu eine eindrucksvolle und interessante Fotoreportage in ihrem Heft und daraus folgend die Einweihungseröffnung durch Bürgermeisterin Ulrike Drossel und ein Blick ins Foyer auf die geladenen Ehrengäste.
Der Rathausanbau wurde auch in Fachzeitschriften und Bewertungen aus der Industrie vielfach beachtet und als preiswürdig eingestuft u.a. (BDA Architekturpreis Dortmund Hamm Unna 2023 Longlist beim DAM Preis für Architektur in Deutschland 2025) und ebenso wie das aufwendige Lichtdesign (ausgezeichnet mit dem Deutschen Lichtdesign-Preis 2025 in der Kategorie "Innenbeleuchtung/Öffentliche Bereiche"). Aktuell am Montag den 10. November 2025 hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe im Wettbewerb WESTFÄLISCHER PREIS FÜR BAUKULTUR seine Anerkennung für den Rathausanbau der Gemeinde Holzwickede der Architekten BEZ&Kock Architekten, Stuttgart ausgesprochen.
Damit möchte ich die Ausarbeitung Holzwickede-Rathaus vorläufig beenden
Es folgen noch Auflistungen zur allg. Historie, zu den Gemeindevorstehern bzw. Bürgermeistern und Pächtern der Rathausgastronomie.
Es war aber auch ein kleiner Blick auf die historische Entwicklung zur Gemeinde Holzwickede mit dem „roten Faden Rathaus“ und dies durchaus aus persönlicher Sicht mit teils biografischen Anmerkungen.
Die Ausarbeitung war ferner recht zeitaufwendig. Fehlerhafte Fakten bitte ich durch Hinweise zu korrigieren und auch Ergänzungspunkte oder -erlebnisse sind erwünscht und könnten natürlich und gerne mit Quellenangabe eingefügt werden.
Ich bedanke mich an dieser Stelle für die Hilfestellung und Zustimmung der Bürgermeisterin Frau Ulrike Drossel, ferner Frau Darleen Kramer aus dem Fachbereich IV / Technische Dienste der Gemeindeverwaltung und speziell auch Frau Catherine Gaertig und auch Frau Lara Keil aus dem Fachbereich IIb / Schule, Sport, Kultur für ihre unermüdliche Suche im Archiv!
Nicht alle Abbildungen konnte ich quellenmäßig benennen und auch in diesem Fall erbitte ich gegebenenfalls um Meldung zur nachträglichen Dokumentation auf dieser nicht kommerziellen Internetvorstellung. Ein Dankeschön aber an dieser Stelle schon für die freundliche Möglichkeit der Vorstellung.
Zeittafel Holzwickede
Meine folgende grobe Auflistung habe ich teilweise ergänzt aus Zusammenstellungen von ehemaligen und geschichtsinteressierten Heimatpflegern in Holzwickede und beruhen auch auf nicht überprüften Quellenangaben, die zudem häufig auch gar nicht angeführt wurden.
Dennoch denke ich, resultiert eine kleine Orientierungshilfe zur allgemeinen Betrachtung der lokalen aber auch deutschen geschichtlichen Entwicklung. Zu den angeführten Daten mit den Hinweisen ist zudem eine eigene weiterführende Recherche empfehlenswert.
4000 v. Chr. Aus der Jungsteinzeit (5000 bis 2000 v.Chr.) finden sich durch aktuelle archäologische Grabungen im Rahmen des Denkmalschutzgesetzes Siedlungsaktivitäten unterhalb der Bundesstraße 1 auf Holzwickeder Gebiet. Ferner sind anzuführen Flintbeilreste gefunden bei Hengsen und Steinbeilstrukturen im Ostendorf von Opherdicke.
1500 v. Chr. Fundstücke aus der Bronzezeit (2000 bis 1000 v. Chr.) in Linscheid im Westen des Ortsteils Hengsen
0 um Christ - Geburt haben römische Legionen zwischen Lippe und Ruhr ihre Spuren hinterlassen. Sigillata-Scherben auf Gut Dudenroth und auf dem Haarstrang. Landwehranlagen zum Straßen- und Gebietsschutz. Römische Bauspuren im Eco-Port-Südbereich von Holzwickede
um 450 n.Chr. Das römische Reich zerfällt unter dem Druck der Goten und Franken
600 n. Chr. Sachsen lassen sich im Holzwickeder Gebiet nieder, vermutlich um das Jahr 700
700 n.Chr. vermutlich erste Burganlage in Opherdicke durch sächsische Edelherren, die wohl auch die Gerichtsbarkeit innehatten.
770 n. Chr. Beginn 30jähriger Feldzug unter dem Franken Karl dem Großen gegen die heidnischen Sachsen. Die sächsischen Fluchtburgen Hohensyburg, Iburg (Bad Driburg) u. Eresburg (Marsberg) werden erobert und unter Karl dem Großen die Christianisierung zwangsweise etabliert. Aufbau von neuen Gerichtsbarkeiten und Verwaltungsstrukturen.
um 850 Abtei und Stift Herford besitzt den Oberhof Stockum und hier gehören Höfe in Rausingen und Natorp dazu
um 900 Das Kloster Werden hat Besitztum in Holzwickede. In dieser Zeit fanden große Rodungsarbeiten statt (s. Dudenrod)
1000 Im Tal der Emscher wird das Haus Dudenroth gegründet
1050 Im 11. Jahrhundert wird die Stephanuskirche in Opherdicke wohl mit einem ersten Turmbau errichtet, vermutlich auf ehemaligem heidnischen sächsischem Grund mit Wehrturmcharakter („Motte“?)
1100 Eine Urkunde der Benediktiner Abtei Werden erwähnt Opherdicke und im Jahr 1150 wird ferner Hengsen als „Hegeninchusen“ angeführt
1120 bis 1150 Anbau mit Längs- und Seitenschiff an der Opherdicker Kirche
1150 Mitte des 12. Jahrhunderts etabliert sich überregional die Grafschaft Mark zunächst mit dem Sitz in Altena
1161 Mit Eberhard I. Graf von Altena und Sohn des Grafen Adolf IV. von Berg erstmaliger Nachweis zur Region Mark
1174 Die Gründungsurkunde des Klosters Oelinghausen erwähnt Henricus van ther Rura als Herr von Haus Ruhr und Burg Herreke
1176 Heinrich von Herreke und Gutsherr zu Opherdicke und nach seinem Besitz in Hengsen auch de Rura genannt, überträgt nach einer Urkunde im Kloster Scheda seine Besitzungen als Lehen an den Kölner Erzbischof. Nach dem Tod von Heinrich von Herreke gingen die Lehen als Güter an das Adelsgeschlechts seines Neffen mit Rembold von Grafschaft über, das Haus Opherdicke aber wohl als Lehen an die Adelsfamilie von Fresendorf.
1203 Die Grafen von der Mark verlassen Altena und machen die Burg Mark bei Hamm zum Stammsitz
1225 Am 7. November wird der Erzbischof zu Köln Engelbert I. im Hohlweg bei Gevelsberg von Graf Friedrich von Isenberg und seinen Schergen ermordet und nachfolgend wird das Machtgefüge in unserer Region neu gewichtet.
In dieser Zeit findet sich Holzwickede als Holtwicken in den Vogteirollen des Stiftes Essen und die Abtei Herford belegt den Ortsteil Natorp als Nortdorp und Rausingen als Rosinchusen
1270 Urkunden erwähnen Adelsitze in unserer Region mit Haus Opherdicke, Haus Ruhr und Lappenhausen, Haus Vierbeck und Haus Dudenroth. In einer Urkunde von 1296 ist Heinrich von Dudenrode zinspflichtig dem Heiliggeist-Hospital in Dortmund.
1320 Herman von Wickede wird mit dem Adelshof Vierbecke in Hengsen belehnt. Seine Tochter Agneta wird dort um 1340 geboren (s. späterer Hinweis).
1330 Ein Arnold von Herreke ( Haus Opherdicke) wird mit dem Haus Dudenroth belehnt.
1345 Ein Goswin von Herreke (Haus Opherdicke) wird Ordensmeister in Livland.
1368 Die Grafschaft Cleve fällt an die Grafschaft Mark
1378 Agneta („neyse“) von der Vierbecke bedarf doch einer weiteren Erwähnung. Neben dem Adelssitz Opherdicke und Haus Ruhr lag ein weiterer Adelssitz in der Vierbecke am Vogelsberg unterhalb von Schloß Opherdicke.
Agneta war mit dem Dortmunder Patrizier Sudermann verheiratet gewesen, dann verwitwet und blieb damit Bürgerin der freien Reichsstadt Dortmund. Wahrscheinlich überredet vom Grafen von der Mark, der wie immer mit Dortmund in Fehde lag, ließ sie sich zur Hilfe beim Überfall auf die Stadt Dortmund überreden. Rotger von Giesenberg machte den Plan, der leider ein unglückliches Ende nahm. Vielleicht vom trojanischen Pferd geträumt schickte Rotger Agneta zum Wißstrassentor im Morgengrauen des 4.10.1378 mit Sohn und Junggraf Conrad von Dortmund um Einlass für Sie und zwei Wagen zu bitten. Der erste Wagen mit Brennholz beladen sollte das Fallgitter des ersten Tores blockieren und nach Öffnung des Innentores sollten die im Heu versteckten Soldaten des Grafen von der Mark das Wißtor sichern, um den weiteren versteckten Soldaten von draußen Einlass zu ermöglichen. Das erste Tor ging auf, Agneta stieg auf den Torturm und schwenkte ihr weißes Kopftuch den nachkommenden versteckten Soldaten des Grafen von der Mark als „Angriffszeichen“. Die Dortmunder Wachmannschaft des Tores bemerkten die Überfallabsicht und ließen das Innentor geschlossen. Abends wurde Agneta auf ihrem eigenen Brennholzwagen verbrannt und der Sohn mit Conrad von Dortmund auf dem Marktplatz enthauptet. Im Jahr
1392 söhnten sich die Angehörigen von Agneta mit der Stadt Dortmund wieder aus.
1418 Das Haus Vierbeck kommt zum Adelssitz Haus Ruhr
1444 Arnd von Duddenrod ist Herr auf Haus Dudenroth, das nach ihm an das Adelsgeschlecht der Herren von Hövel übergeht und damit über die folgenden 300 Jahre im Familienbesitz blieb.
1448 Der Graf von der Mark überträgt Arno von Lappe das Gericht Hengsen
1465 Erste urkundliche Erwähnung einer Mühle im Reiche des Wassers in Natorp. Lütgenmühle wohl Ölmühle für Haus Ruhr. Bis zum Jahr 1810 Mühlenzwang. Ein Großteil der Holzwickeder Höfe hatten damit den mühsamen Weg bis Langschede zur Mühle. Nach dem Jahr 1810 nun Mühle in Opherdicke und auch an der Emscher (Kranefeld). Ob der Hof Dudenroth Besitzer einer eigenen Mühle war, ist vermutlich möglich gewesen.
Eine Urkunde im Clarissenkloster Clarenberg erwähnt ein Gericht in Holzwickede.
1469 Durch Heirat kommen die Adelssitze Opherdicke und Ruhr an unter Wilhelm von Lappe in eine Hand und er wird zum Jahr 1474 auch Gerichtsherr zu Hengsen.
1486 Das Schatzbuch der Grafschaft Mark führt 21 Bauern in Holzwickede mit ihrer Steuerlast an.
Im Schatzbuch der Grafschaft Mark ( im Kloster Werden) wird die Luttigen - Muhlen . zum Hause Lappenhausen / Rura gehörig und erwähnt
1499 Durch Tod von Wilhelm von Lappe auf Haus Opherdicke kommt der Adelssitz als Lehen für die kommenden zwei Jahrhunderte an die Kamener Burgmannsfamilie von Fresendorf.
1521 Die Grafschaft Mark vergrößert sich mit Cleve und Jülisch-Berg-Ravensburg durch Heirat.
1544 Bernd von Lappe wird mit der Kirchspielkirche zu Opherdicke belehnt
1552 Im Jahr 1552 wird ein Ludolf von Fresendorf als Besitzer auf Haus Opherdicke genannt und um 1600 ist ein Johann von Fresendorf landtagsfähig.
1560 Rotger zu Rausingen ist dem Kloster Clarenberg zinspflichtig
1575 Kohlefunde in Opherdicke
1576 Reformation im Kirchspiel Opherdicke unter Pfarrer Johann Fischer
1592 Nachfolger von Pfarrer Fischer wird Arnold Töllner und zu dieser Zeit wird auch eine erste evangelische Schule in Opherdicke erwähnt. Die Familie Töllner stellte über 4 Generationen die Pfarrer in Opherdicke bis zum Jahr 1748
1600 Haus Vierbecke durch Brand zerstört u. kein Wiederaufbau.
1609 Das Adelsgeschlecht Grafschaft Mark stirbt aus mit Tod des Herzogs Johann-Wilhelm von Cleve-Mark.. Im Jülisch - Cleviscchen Erbfolgestreit kommt die Mark an Brandenburg und damit zu Preußen
1614 Brandenburger Erlass des konfessionellen Toleranzedikts
1618 Das Herzogtum Preußen geht durch Heirat an Brandenburg
1648 Westfälischer Friede beendet den 30jährigen Krieg. Brandenburg erwibt das Fürstentum Minden.
1659 Die Erbin Anna Margaretha zu Lappe heiratet Heinrich Friedrich von der Mark zu Villigst und gibt Lappenhausen als Wohnsitz auf.
1666 Beendigung des Jülisch-Clevischen Erbfolgestreits
1683 bis 1687 erweitert Arnold Heinrich von Fresendorf das Haus Opherdicke mit den imposanten Ecktürmen und errichtet selbst durch Ehe katholisch geworden eine katholische Schule und stiftet 1702 die Stephanuskirche
1715 Die Gebrüder Gerhard Moritz und Caspar Engelbert von Fresendorf vererben zunächst Haus Opherdicke an ihren Neffen Arnold Anton Diederich von Ovelacker (dieser verstarb aber früh) und daher verkauften die Gebrüder im Jahr 1719 das Gut Opherdicke an den Burgmann zu Kamen und zu Wambel an Johann Diedrich von Hane (aus dem Haus Werve).
1717 Im Hixterwald Einrichtung von Kohlengruben unter dem Namen „Schwarzer Adler“.
Einführung der Schulpflicht in Preussen durch . Edikt von 1717.
1721 Johann von Hahne seit 1719 Nachfolger auf Haus Opherdicke, ertrinkt mit Angehörigen in der Ruhr bei Hochwasser in der Höhe der heutigen "Schoofsbrücke".
1726 Die Pest grassiert in Opherdicke
1733 Friedrich-Wilhelm I. weigert sich die Burg Altena im Erhalt zu unterstützen
1743 Henrietta von der Mark heiratet Freiherrn Ferdinand von Elverfeld aus Herbede
1753 Preußische Verwaltungsreform
Die Bauernschaften Holzwickede, Natorp, Rausingen, Dudenroth, Hengsen und Opherdicke kommen zum Kreis Hamm und dies im Amtsbereich Unna
1758 25. August. Wilhelm von Hövel vom Haus Dudenroth und Rittmeister der Seydlitz-Dragoner im preußischem Verband (General Friedrich Wilhelm von Seydlitz befahl eigenmächtig die schlachtentscheidende Attacke) fällt in der Schlacht von Zorndorf gegen die russische Armee. Friedrich II. (Alte Fritz) befördert den Rittmeister noch auf dem Schlachtfeld zum Major. Die etwas sagenhafte Übermittlung berichtet vom „Zweiten Gesicht“ der Schwester von Wilhelm, die den Tod ihres Bruders auf dem Schlachtfeld zeitgleich auf Haus Dudenroth tragisch erahnt und miterlebt.
1764 Durch königlichen Erlass regelt Friedrich II. die Versorgung der Salzwerke Unna-Königsborn mittels Lieferung aus Holzwickeder Kohlegruben.
1772 Die Pockenerkrankung wütet in Holzwickede.
vor 1777 Hof Lappenhausen wird aufgegen und allein als Wirtschaftshof betrieben.
1796 Freiherr vom und zum Stein (s. Schloss Cappenberg) war Preußischer Staatsminister in Berlin auch mit wichtigen Reformen auch in unserer Region (Verwaltung, Bergbau, Straßenbau) und wurde im angeführten Jahr auf seiner anfänglichen Laufbahn Oberpräsident der westfälischen Kriegs- und Domänenkammer Hamm, Wesel und Minden.
1793 Der Rittersitz Opherdicke kommt testamentarisch aus dem Haus von Hane an den Neffen Franz Kaspar Freiherr von Lilien aus der Werler Erbsälzerfamilie.
1806 Napoleon besiegt das reformunfähige Preußen bei Jena und Auerstedt und bildet das Königreich Westfalen nun mit vielfältigen diktierten Reformen und die Grafschaft Mark kommt zum Großherzogtum Berg.
Die Bauernschaften Holzwickede, Natorp, Rausingen, Dudenroth, Hengsen und Opherdicke kommen zum Amt Aplerbeck im Landkreis Dortmund.
Erster Bürgermeister wird Freiherr von Lilien auf Haus Opherdicke
1807 bis 1813 Baron von Romberg zu Brünninghausen Präfekt des Ruhrdepartements.
1808 Napoleonische Reformen griffen tief in das politische Leben und Denken der Bevölkerung ein und brachten das Gedankengut der französischen Revolution und Immanuel Kant spricht von der Selbstbestimmung des Individuums.
Auflösung der Leibeigenschaft (s. Motto König Friedrich: “Nach Martini gibt es nur noch freie Leute“). Zur Hofablösung ab dem Jahr 1816 war das Modell von Freiherr Vincke für die Pächter die bessere Variante als Landabgabe an den Grundherrn, die evtl. Unwirtschaftlichkeit bedingte. Die Ablösesumme war das 18 bis 20fache der bisherigen Jahresabgabe und konnte über Zwischenfinanzierung durch eine Bauernrentenkasse an den ehemaligen Grundherrn über bis zu 40 Jahre erfolgen. Freie Bauern und Ablösung im Holzwickeder Bereich relativ spät um das Jahr 1840
Auflösung der Klöster, Enteignung der Kirchengüter.
1809 22.9. Friedrich Stehfen wird in Holzwickede geboren (s.a. eigener Menüpunkt)
1810 Einführung des Code Napoleons (Zivilgesetzbuch) in Westfalen
1814 Völkerschlacht bei Leipzig und Ende der napoleonischen Zeit
1815 wurde die preußische Provinz Westfalen geschaffen, (1. Oberpräsident Freiherr von Vincke) und 1817 wurden unter Zusammenfassung mehrerer Ämter und Bürgermeistereien die neuen preußischen Landkreise gebildet.
Die Bauernschaften Holzwickede, Natorp, Rausingen, Dudenroth kommen mit Hengsen und Opherdicke weiter ins Amt Aplerbeck und verbleiben somit im Landkreis Dortmund.
1817 Die Bezirksregierung wird von Hamm nach Arnsberg verlegt. Hamm erhält das oberlandesgericht.
1818/22 Anlegung des Urkatasters („die Landmesser waren unterwegs“) und legen den Lünschermann Hof im Ortststeil Dudenroth als Emscherquellort fest.
In Holzwickede wird die gemeinschaftliche Mark unter den Höfen aufgelöst und anteilig zugewiesen (die größten Höfe bekamen dadurch auch die größte Fläche).
Festlegung erster Einwohnerzahlen mit Holzwickede 340, Hengsen 295 u. Opherdicke252.
1829 erste Kreistagswahl nach dem Dreiklassenwahlrecht.
1838 Die letzte Witwe von Hövel verkauft Haus Dudenroth an Justitiar Overweg.
1841 Durch die Landgemeindeordnung von 1841 erhält Holzwickede eine Anerkennung als selbständige politische Landgemeinde im Amt Aplerbeck mit eigener Gemeindeversammlung und Haushaltsführung zum 31.10.1841
Der Hof Dudenroth geht von Overweg an die Familie Ebbinghaus. Ein neues Hofgebäude wurde im Jahr 1854 ca. 100m weiter westlich errichtet.
1843 Holzwickede, Natorp, Dudenroth und Rausingen werden vereinigt.
Die größte Bauernschaft Holzwickede gibt dem neuen Ort ihren Namen und die Bewohner nennen diesen Teil zukünftig „Altes Dorf“ zur Kennzeichnung und zur Orientierung
1846 Gründung der Zeche am Brauck (s. eigener Menüpunkt Holzwickede – Zeche).
Das Haus Opherdicke wird katholisch und zugehörig Bistum Köln, später Paderborn
1844 am 16.3. Ablösevetrag von Ludwig von Elverfeld mit Gisbert Lütgemüller. Lüttgenmühle nun im Eigenbesitz.
1851 Erste evangelische Grundschule in Holzwickede „am Rübenkamp“ neben dem Schulzenhof
1853 Bau der Südschule (Ecke Goethe- und Friedhofstraße)
1853 bis 1855 Bau der Eisenbahnstrecke Dortmund - Soest
1855 Gründung der Bergbau=Actien=Gesellschaft Caroline, 1.Schachtbetrieb am Brauck
1857 Zeche Caroline etabliert 2. und nachfolgend alleinigen Schachtbetrieb zentral am Bahnhof Holzwickede.
1859 1. Briefkasten in Holzwickede am Haus Gravert im Alten Dorf.
1860 Bahnstation Holzwickede an der Eisenbahnstrecke Dortmund – Soest.
Die Brunnen in Holzwickede versiegen allmählich durch den Bergbau. Ab 1888 öffentliche Wasserversorgung.
1861 1.6. eigene erste Poststelle im Bahnhofs“schuppen“ (s. eigener Menüpunkt Post)
1863 Einweihung Hellweger Erziehungshaus (s. Stehfen und eigener Menüpunkt).
Die preußische Verwaltung führt Straßenschilder und Hausnummern ein.
1865 Ein Bürgerschützenverein gründet sich in der Gaststätte Gravert, Altes Dorf.
1867 Die „Bergisch-Märkische Bahnstrecke“ wird nach 4jähriger Bauzeit eröffnet, verkürzt die Strecke Berlin – Köln um 18 Kilometer und macht Holzwickede fortan zunehmend zu einem wichtigen Knotenpunkt mit Umsteige- und Umladungsmöglichkeiten mit bis zu 1000 beschäftigten Bahnarbeitern. Die Post Holzwickede verläßt das Bahnhofsgebäude und zieht in das neue Eckhaus Rausingerstraße/Nordstraße für die nächsten 20 Jahre um.
1871 Friedrich Stehfen baut mit seiner 2. Stiftung die Präparandenanstalt als Anbau an das Erziehungsheim
1872 1. Februar Einweihung und Eröffnung der Präparandenanstalt von Friedrich Stehfen (s. eigener Menüpunkt Stehfen)
1873 Dortmund wird kreisfreie Stadt und Holzwickede, Hengsen und Opherdicke bleiben im Amt Aplerbeck aber nun im Landkreis Hörde
Zechengewerkschaft Caroline baut Bergarbeitersiedlung „Alte Kolonie“ und die Bahn baut für ihre Arbeiter das Wohngebäude „Große Feme“ an der Bahnhofstraße (ging zu dieser Zeit bis zur Straßenunterquerung der Emscher)
1876 Einweihung Kriegerdenkmal im „Alten Dorf“, dann im Jahr 1910 Aufstellung auf dem zukünftigen Marktplatz und später im Jahr 1962 Abriss
1883 erster Wochenmarkt auf dem Rathausplatz vermutlich bis 1896, Ab 1926 anhaltend wieder auf Rathausplatz.
1887 die Poststelle Holzwickede zieht von der Nordstraße in das Eckhaus Allee und Poststraße um
1888 Holzwickede erhält Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung
1889 bis 1911 Stahlfußgängerbrücke überspannt mit 60m die Bahngleise am Bahnhof
1890 Die evangelische Nordschule wird eröffnet
1895 Ziegelei wird in Rausingen gegründet.
1896 Holzwickede erhält eine erste eigene Apotheke mit dem Apotheker Brodtmann.
Die Poststelle Holzwickede zieht erneut um in ein neues Gebäude auf der Königstraße (heute Stehfenstraße).
Eigene Poststelle auf dem Haarstrang im Haus Becker in Opherdicke (s.a. Menüpunkt Post).
Freiwillige Feuerwehr gründet sich und Standort Bahnhofstr. bis1911 dann Umzug auf zuküftigen Markt- und Rathausplatz bis 1987.
1897 Zeche Caroline kauft den Gutshof Dudenroth
1899 Sölde stimmt gegen den Vorschlag von Gemeindevorsteher Bürger eine Amtsbildung mit Holzwickede, Hengsen, Opherdicke, Billmerich und Massener Heide anzustreben
1900 Holzwicke übernimmt den Hilgenbaum ins Gemeindewappen
1901 Hamm wird kreisfreie Stadt, bleibt aber bis 1930 Sitz des Landratsamtes
1902 Errichtung der Dudenrothschule
1904 Einweihung der katholischen Kirche am 13.11.
1906 Kaspar Michael Freiherr von Lilien verstirbt und seine Nichte Enna von Fürstenberg erbt das Haus Opherdicke.
Einweihung der KIndererziehungsanstalt in Opherdicke als Dependance des Hellweger Erziehungshauses (bis 1931).
Turnhallenbau an der Präparande (überstand den Luftangriff vom 23.März 1945). Gemeinde Holzwickede übernimmt den Bau
nach dem Krieg als Mehrzweckgebäude für Politik, Vereine und Kulturveranstaltungen
1907 Auch die evangelische Kirche erhält ihren Kirchenbau in Holzwickede. Einweihung 12.7. Pfarrer Meißner.
Ein öffentliches Elektrostromnetz wird eingerichtet und eine erste Straßenbeleuchtung aufgebaut.
1910 Sparkasse Aplerbeck eröffnet eine Zweigstelle auf der Kaiserstraße und auch die Steuerhebestelle kommt mit in die Räumlichkeiten in Holzwickede.
Gründung eines genossenschaftlichen Konsumsverein für die Eisenbahner mit 249 Familien.
1911 Feuerwehr zieht von der Bahnhofstraße auf den Marktplatz.
Holzwickede erhält eine Unterführung unter den Bahngleisen. Baufirma. Garre Sedanstraße heute Vinckestr.
1912 Trümper wird erster Gemeindesekretär in Holzwickede (bis 1945) und führt ab 1922 auch standesamtliche Trauungen durch.
Sattler wird evangelischer Pfarrer in Holzwickede. und bleibt bis zum Jahr 1934.
1913 Steuerhebestelle geht zur Nordstraße ins Gasthaus zur Post bei Schopp (Gebäude Schopp als Post im Jahr 1866 von Landwirt Hiddemann gebaut)
1913 Denkmal zu Ehren der Gefallenen des Krieges 1870/71 zieht aus dem Alten Dorf auf den Marktplatz um
1913 9. September Beschluss des Gemeinderates Holzwickede zum Bau eines Verwaltungsgebäudes unter Ortsvorsteher Schroer
Die Zeche Caroline kauft den Schulzenhof
1914 19. Januar werden die Baupläne des Amtsbaumeisters Stricker zum neuen Gemeindehaus genehmigt. Baubeginn Ende April 1914
21.März Genehmigung einer Schankwirtschaft im Rathausbau
Gemeindedirektor Schroer stirbt und Nachfolger wird Karl Luicke
1.8. Kriegsausbruch und Holzwickede wird Verpflegungsstation für die durchfahrenden Soldatenzüge
6.8.14 Stilllegung der Baustelle Gemeindehaus
20.11. Rathausbau wird fortgesetzt, da sonst Winterschäden zu befürchten sind
1915 Die Gemeinde mietet ein Büro mit 2 Räume in der Mühle Kranefeld auf der Kaisertraße an und hier auch fortan Steuerhebestelle
Der Bau des Gemeindehauses geht zügig voran. April 1915 schon Verglasung
21.10. Teilbezug möglich und erste Gemeindeversammlung im Rathaus
1915/16 Bezug zweier Wohnungen im ersten Stock (Gemeindesekretär und Sparkassenrendant) des zukünftigen Rathauses
1918 Ausbau Dachgeschoss für Hausmeister und gegebenenfalls Rathaus - Wirt
Kriegsende mit deutscher Kapitulation und ein Infanterieregiment wird in Holzwickede zur Demobilisierung im Rathaus stationiert.
Enna von Fürstenberg verkauft Haus Opherdicke an den Gutsbesitzer Theodor Regenbogen, der seinen Hof in Dortmund – Huckarde an die Zeche Hansa verkaufen muss.
Adolf Hitler beschließt im Kriegslazarett Pasewalk "Politiker zu werden, um Deutschland zu retten".
1919 Steuerhebestelle zieht von Kranefeld ins Gemeindehaus (Wilberg war damals Amtskassenrendant). Im Rathaus wird eine Polizeistelle eingerichtet.
19.3. erste Ratssitzung nach dem Krieg
Im Mai Diktatfrieden mittels Versailler Vertrag, schwierigste Etablierung einer Demokratie s. Weimarer Republik
Die Fa. Mayweg – Wiederholt gründet sich in Sölde am Ortsrand Rausingen und später 1927 hier Holzwickeder Gebiet (s. eigener Menüpunkt Wiederholt)
1921 Polizeikommissar Berlitz wird von Polizeiobermeister Schleef im Rathaus abgelöst
Die Idee des Zusammenschlusses von Holzwickede, Hengsen und Opherdicke findet ebenso wie im Jahr 1928 keine Mehrheit.
1922 Trauungen im Gemeindehaus möglich. Standesbeamter Gemeindesekretär Trümper
1923 Rheinlandbesetzung durch französische Truppen. Hochinflation in Deutschland.
Hitler und Ludendorf scheitern beim Putschversuch in München am 8.u.9.November
1924 am 15. Juni wird das Denkmal mit Tafeln der Gefallenen 1.WK ergänzt
1926 Am 2. April 1926 etabliert sich der Wochenmarkt vor dem Rathaus und in diesem Jahr wurde auch übrigens eine geregelte Müllabfuhr eingeführt.
1927 24.2. Beschluss Ratskeller zu betreiben. 1.Pächter Frölke
Hörde kommt zu Dortmund. Der Landkreis Hörde wird 1929 aufgelöst und Holzwickede wählt den Landkreis Hamm (siehe unten 1929)
27.5. Karl Luicke tritt als Ortsvorsteher ab und Nachfolger Theodor Rieke (II.)
2.11. Kreistag in Hamm stimmt mit 19 zu 10 Stimmen der Verlegung nach Unna zu
Die Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen (VEW) kaufen die Zeche Caroline und werden somit Großgrundbesitzer in Holzwickede (s. Hof Dudenroth und Schulzenhof).
VEW kauft ferner die HöfeSchoof, Lohhof, Schroer und Schmerkötter im Ortsteil Dudenroth.
1928 wird das Jahr der ständigen Überlegungen und Diskussionen in Holzwickede zur Wahl der Kreiszugehörigkeit
Die Marienschule in Opherdicke wird eröffnet.
Die Fa. Mayweg-Wiederholt gründet ihre erfolgreiche Sparte "Gartenschmuck"
Das Kriegerdenkmal zwischen Hengsen und Opherdicke wird eingeweiht
1929 14.2. Beschluss im Rat von Holzwickede zum Anschluss nach Hamm und Holzwickede scheidet aus dem Amt Aplerbeck aus
30.4. Berlin stimmt der Kreisverlegung von Hamm nach Unna zu
21.6. bestätigt der Rat in Holzwickede diese Entscheidung abschließend , die am 1.9. nun mit der Zugehörigkeit zum Kreis Unna Gesetz wird
Anschluss an die öffentliche Gasversorgung
am 1.September Einweihung Kriegerdenkmal zu Ehren der Gefallen des Reserve-Infanterie-Regiments 130 Metz (Elsass) im 1. Weltkrieg durch Bildhauer Fritz Richter – Elsner, Berlin Der Soldat mit Stahlhelm hält in der linken Hand das Gewehr, die rechte Hand ist zum Schwur erhoben und das Gesicht und der Blick ist nach Südwesten zur ehemaligen Garnisonsstadt Metz gerichtet und es ist damit eindeutig kein Mahnmal sondern Kriegerdenkmal mit deutlich revanchistischem Ausdruck und Gestaltung
Oktober Crash der New Yorker Börse und Auslösung der Weltwirtschaftskrise mit 6 Millionen Arbeitslosen in Deutschland.
1930 17.10. aus Berlin wird per Gesetz der KREIS UNNA mit Kreisstadt UNNA bestätigt
1932 Theodor Rieke fährt nach Berlin zur Abwendung der drohenden Schließung der Zeche Caroline in Holzwickede
1933 23. Januar Machtübergabe und Adolf Hitler wird Reichskanzler.
Neuer Ortsvorsteher wird parteikonform der Landwirt Spring und das Rathaus entwickelt sich zum „braunen Dienstgebäude“.
„evang. Kirchenkampf“ in Holzwickede bis zum Beginn 2. Weltkrieg.
Auf der Kaiserstraße der heutigen Hauptstraße wird eine öffentliche Telefonzelle errichtet.
1934 Freibaderöffnung am 26. August der „Schönen Flöte“ durch Bürgermeister Spring in üblicher NS – Inszenierung.
1935 Der Ingenieur Hugo Mayweg und der Kaufmann Vincenz Wiederholt trennen sich im Rechtsstreit
1936 Landjahrlager in der ehemaligen Erziehungsanstalt Opherdicke bis ca. 1945
1937 Musikkapelle der SS-Leibstandarte Adolf Hitler gibt auf dem Marktplatz vor dem Rathaus ein 1stündiges Konzert am 27.6.
1938 Vincenz Wiederholt baut erste Werksiedlung an der Hermann Göring Straße.
Jüdisches Textilgeschäft Herzberg auf der Hermann Göring Straße wird auf NS - Druck geschlossen.
1939 Hitler gibt Befehl zum Angriff auf Polen, der 2. Weltkrieg mit ca. 50 Millionen Toten auf allen Seiten beginnt seinen schrecklichen Verlauf mit dem apokalyptischen Ende der NS – Zeit im Jahr 1945
1945 23. März alliierter Luftangriff auf den Bahnhof von Holzwickede mit 54 Toten spez. auch im Alten Dorf, viele Verletzte und zahlreiche zerstörte Wohngebäude.
Völlige Zerstörung der ehemaligen Stehfenstiftungen an der Rausingerstraße bis auf den Turnhallenbau.
11. April amerikanische Truppen erreichen Holzwickede
Amerikaner übergeben bald an die britische Besatzungsmacht.
Briten setzen Josef Kiel (SPD) als Gemeindedirektor ein
1946 Erwin Heller wird als Nachfolger gewählt.
s.a. weitere Auflistung im Anhang
1948 20./21. Juni Währungsreform von der Reichsmark zur Deutschen Mark,
Robert Kahl übernimmt das Geschäft Nasse und etabliert die Fa. RoKaDo.
Die in der Stehfenstraße durch Luftangriff zerstörte Poststelle, erhielt ihr Notquartier in der Aloysiusschule und wurde im Jahr 1948 im Haus Hohagen auf der Bahnhofstraße untergebracht.
1950 Opherdicke feiert 1000jähriges Jubiläum.
Theodor Martin gründet seine Fa. in der alten Ziegelei in der Stehfenstraße, Gelände heute Fa. Rossitis.
1951 Etablierung jährliches Schützenfest in Holzwickede durch Konrad Schmulbach.
Stilllegung der Zeche Caroline im Mai 1951
1952 Fa. Wiederholt übernimmt Übertagegelände der Zeche Caroline. und Etablierung der Fa. Eisenwerk Caroline.
Erich und Heinz Lipphard gründen das Unternehmen Montanbedarf - akt. Montanhydraulik -in der Bahnhofstraße.
1953 erste Volksbankfiliale in Holzwickede im Haus Rieke
1955 90jähriges Schützenfest mit Schützenoberst Konrad Schmulbach
Sparkasse gibt die Räume im Rathaus auf und bezieht ihre Niederlassung im neu errichteten Eckhaus Bahnhofstraße/Allee.
Die Sparkassenräume im Rathaus übernimmt das Gesundheitsamt (s. Säuglingsvorsorge).
Polizeiwachtmeister Muhlack zieht aus seiner Rathauswohnung aus, die fortan von der Gemeinde genutzt wird.
Ab dem Jahr 1955 erste Gestaltung zum Emscherpark (mit fortlaufenden Erweiterungen und Umgestaltungen).
1956 Die neu aufgestellte Bundeswehr übernimmt das Gelände des Truppenübungsplatzes der ehemaligen Wehrmacht in Hengsen
1956 bis 1957 Post und Feuerwehr werden am Marktplatz neu gebaut.
1958 Eröffnung der Paul Gerhard Schule in Hengsen,
22.01. Vincenz Wiederholt erhält das Bundesverdienstkreuz I.Klasse von Bundespräsident Prof. Dr. Theodor Heuss verliehen.
1959 Fertigstellung Emscherstadion heute Montanhydraulik-Stadion
1961 bis 1962 Fertigstellung Autobahn A40/44 zwischen B1 und der Gemeinde Holzwickede
1962 Stationierung von Nike-Herkules-Raketen in Opherdicke ausgestattet mit Atomsprengköpfen unter amerikanischem Kommando und NATO-Unterstellung bis zum Jahr 1986
1962 30. April Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz wird abgerissen und der Marktplatz wird neu gestaltet ebenso der Emscherpark einschließlich Erweiterung mit Spielplatz
und Aufstellung Mahnmal von Josef Baron
1964 Nach 3 Jähriger Planung und Bautätigkeit Sanierung Freibad „Schöne Flöte“ mit neuer Beckenlandschaft
Planung Wohnbereich mit NATO-Siedlung und Wohngebiet „Neue Mitte“
Die Dortmunder Stadtwerke erwerben Lappenhausen. Auch der Wirtschaftshof wird bis 1973 abgerissen.
1967 4stellige Postleitzahl wird eingeführt s.a. Menüpunkt Post.
Holzwickede wird amtsfrei und entscheidungsbefugt in allen örtlichen Gegebenheiten.
1968 Bildung der Großgemeinde Holzwickede unter Einbeziehung von Hengsen und Opherdicke
Erwerb der Zechensiedlung „Alte Kolonie“ und Planung als Gewerbegebiet
Gründung der Hauptschule Holzwickede
1969 Emscherkaserne wird für die 3. Batterie FlaRakBtl 21 zur Betreuung des NATO-Stützpunktes in Opherdicke errichtet
1976 Der HSV wird „Deutscher Fußball- Amateurmeister“
Die Hilgenbaum – Sporthalle wird auf dem Hofgelände Kissing errichtet.
Haus Dudenroith wird abgerissen.
1977 Gründung Städtepartnerschaft Louvier und Holzwickede
1978 Gründung der Sonderschule Karl Brauckmann und Fertigstellung der Hauptschule Josef – Reding - Schule
Errichtung Ärztehaus für Facharztversorgung (Internist, Frauen- und Kinderarzt)
1980 Der Kreis Unna erwirbt Schloss Opherdicke
1984 Gründung Städtepartnerschaft Weymouth &Portland mit Holzwickede. Altentagesstätte bzw. Seniorenbegegnungsstätte wird eingeweiht
1987 Feuerwehr zieht vom Marktplatz nach 76 Jahren in die Bahnhofstraße zurück.
Nach Abbau der Nike-Herkules-Stellung erfolgt Aufbau des Patriot-Luftabwehrsystems in Opherdicke
1990 Wiedervereinigung Deutschlands aus BRD und DDR.
Fa. Wiederholt zieht sich vom Gelände der ehemaligen Zeche Caroline zurück.
1993 Planung Schulzentrum an der Opherdicker Straße u.a. mit dem Gymnasium Clara - Schumann.
Einführung der 5stelligen Postleitzahl
1997 Start Gewerbegebiet ECO Port
2000 Opherdicke feiert 1050jähriges Jubiläum mit einem Postsonderstempel
2003 Die Gemeinde übernimmt das Übertagegelände der ehemaligen Zeche Caroline von der Fa. Wiederholt und plant ein zentrales Wohngelände
2004 Ende der Militärstationierung in Holzwickede
2005 Fa. Recitel als Nachfolger der Fa. RoKaDo schließt den Standort Holzwickede.
2006 Das Wohngebiet auf dem ehemaligem Zechengelände Caroline entsteht
2009 Neugestaltung des Emscherparks durch die Emschergenossenschaft. Mahnmal Baron wird in die Stadt Munster "umquartiert".
Mahnmal Josef Baron in neuer Replik wird im Foyer des Clara Schumann Gymnasiums aufgestellt.
Postamt Am Markt wird am 7.5. endgültig geschlossen u. eröffnet am 8.5. im EDEKA-Markt
2010 Local-Hero-Woche vom 31.Okt. bis 6. Nov. in Holzwickede
2011 Am 1. Juni 150 Jahre Poststelle Holzwickede mit Postsonderstempel ( s. eigener Menüpunkt Post)
2013 Nach dem Umzug der Poststelle ins EDEKA – Geschäft wird das Postgebäude am Marktplatz abgerissen und weicht einer Neubebauung mit 4 Häusern
2015 Festveranstaltung 100 Jahre Rathaus u.a. mit Postsonderstempel,
Die chinesische Zhonding Holding Group. Ltd. Übernimmt das Wiederholt Werk
2017 Planungsstart Rathauserweiterung mit großzügigem Anbau
Neubaugebiet „ Wohnpark Emscherquelle“ startet, Abschluss 2024
2018 50jähriges Jubiläum Großgemeinde Holzwickede u.a. mit Postsonderstempel und Sonderpostamt vor demRathaus.
Mit Genehmigung vom 23.8. Holzwickede offiziell Emscherquellgemeinde.
2019 29. Oktober Spatenstich zum Start Anbau Rathaus
2023 28. Januar Einweihung der großzügigen Rathauserweiterung
Gemeindevorsteher bzw. Bürgermeister der Gemeinde Holzwickede
mit Stellvertreter bzw. 1. Beigeordnetem (ergänzungsbedürftig).
Name | 1.stv.Bürgermeister bzw. 1 Beigeordneter | 2.stv.Bürgermeister | von - bis |
Middelschulte |
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| 1843 bis 1850 |
Stehfen, Friedrich |
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| 1850 bis 1859 |
Hiddemann, Gottfried |
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| 1859 bis 1881 |
Barenbräucker, Wilhelm |
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| 1881 bis 1893 |
Büddemann, Ludwig |
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| 1893 bis 1911 |
Schroer, Wilhelm |
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| 1911 bis 1914 |
Luicke, Karl |
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| 1914 bis 1927 vermutlich aber bis 1931. Starb 12.3.31 plötzlich. Amtsgeschäfte übernahm stellvetretend SCHNITZER bis zur Wahl von Theodor Rieke. |
Rieke, Theodor |
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| 1927 wohl 1931 bis 1933 |
Spring, Friedrich Wilhelm |
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| 1933 bis 1945 |
Kiel, Josef SPD |
|
| 1945 bis 14.3.1946 |
Heller, Erwin SPD |
|
| 14.3.1946 bis 24.9.1946 |
Rieke, Theodor CDU |
|
| 24.9.1946 bis 17.10.1948 |
Rieke, Theodor CDU Heller, Erwin SPD | Geteilte Wahlperiode |
| 17.10.48 – 1950
1950 – 9.11.1952 |
Heller, Erwin SPD | Becker,Wilhelm CDU |
| 21.11.52- 1956 |
Heller, Erwin SPD | Schmidt, Eugen CDU |
| 9.11.1956-1961 30.3.61-1964 |
Heller, Erwin SPD | Betgen, Heinrich CDU |
| 27.9.64-7.9.1967 |
Adelt, Walter SPD | Ambrosius, Gerd CDU |
| 7.9.67- 21.3.1968 |
Heller, Erwin SPD | Wortmann, Josef CDU |
| 21.3.1968-1969 |
Wortmann, Josef CDU | Richwin, Werner WG |
| 27.11.69-22.5.1975 |
Schürhoff, Heinrich SPD | Richwin, Werner WG | Brauckmann, Erich FDP | 22.5.75-18.10.1979 |
Schürhoff, Heinrich SPD | Richwin, Erich WG | Rommel, Ulrich SPD | 18.10.79-30.10.1984 |
Schürhoff, Heinrich SPD | Zumbusch, Berthold CDU | Rommel, Ulrich SPD | 30.10.84-27.10.1989 |
Mader, Magret SPD | Zumbusch, Berthold CDU | Beiner, Felix SPD | 27.10.89-22.11.1994 |
Mader, Magret SPD | Lohoff, Gerhard CDU | Becker, Doris GRÜNE | 22.11.94-12.9.1999 |
Rother, Jens SPD | Mölle, Monika, SPD | Brinkmann, Wilfried | 12.9.99-26.09.2004 |
Rother, Jens SPD | Mölle, Monika SPD | Lausmann, Frank CDU | 2004-2015 |
Drossel, Ulrike BBL | Kasischke, Bernd parteilos |
| 2015-2020 |
Drossel, Ulrike BBL
| Kasischke, Bernd parteilos |
| 2020-2025 |
Knoche, Till SPD | Kasischke, Bernd parteilos |
| 2025 |
Ratskeller, Allee 5 (Pächter u. Betreiber)
nach dem lesenswerten Buch des Historischen Vereins Holzwickede e.V.
„Der schönste Platz…“
Kneipen und Gaststätten in Holzwickede, Hengsen und Opherdicke
1914 Genehmigung zur Einrichtung einer Schankwirtschaft wurde am 21.03.1914 erteilt
1915 1915 bis 1927 wurde der Ratskeller nicht bewirtschaftet, er diente als Lagerraum für Lebensmittel für die Holzwickeder Bevölkerung im 1.Weltkrieg, u.a. wurden hier auch Waffen nach dem Krieg gelagert und eine Schulklasse einquartiert. Bevor der erste Wirt seine Schanktätigkeit ausübte, war auch noch die Bibliothek hier einquartiert
1927 erster Wirt 1927 Frölke vom 15.7.1927 gibt frühzeitig auf und auch sein Nachfolger Fiebig scheidet zum Oktober 1928 bereits aus
1929 20.12.1929 – 28.02.1937 Ehepaar Karl und Alma Engler (aus Hannover)
1937 01.03.1937 – 17.12.1937 August Windhagen (aus Dortmund)
1937 18.12.1937 – 30.06.1939 Fritz Gerke (aus Dortmund)
1939 10.07 1939 – 1953 Georg von Trümbach und seine Frau (aus Gronau)
1953 01.09.1953 – (1969?) Gustav König (aus Neu Andreasberg bei Bestwig)
Franz Wahle (Zeiten unbekannt, aber Reihenfolge soll so stimmen
Kurt Gems (Zeiten unbekannt, aber Reihenfolge soll so stimmen)
1969 01.12.1969 – 1974 Marga Bruchhäuser (aus Dortmund)
1974 25.06.1974 – 01.12.1978 Peter Menke (aus Voßwinkel)
Ab 01.08.1979 – 31.12.1999 war der Ratskeller an die Dortmunder Aktienbrauerei (DAB) verpachtet, die ihrerseits folgende Unterpächter hatte:
1980 01.01.1980 – 30.04.1981 Rainer Glasmacher und Hans Joachim Görgner (aus Dortmund)
1981 01.05.1981 – 14.10.1981 Günther und Waltraud Rosenhöfer (aus Dortmund)
1981 15.10.1981 – 31.12.1986 Manfred und Karin Gawlowski (aus Dortmund)
1987 01.01.1987 – 06 05.1998 Domenico Peloso (aus Unna)
1998 07.05.1998 – 31.12.1999 Giuseppe Dota (aus Unna)
Seit dem 01.01.2000 wird der Pachtvertrag wieder ohne Brauereibindung direkt mit dem jeweiligen Pächter abgeschlossen
2000 01.01.2000 – 31.03. 2010 Guiseppe Dota (aus Unna)
2010 bis 30.04.2011 Leerstand
2011 01.05 2011- Mai 2012 II Capo Holzwickede GmbH (aus Dortmund)
2012 Mai bis 15.11. 2012 Leerstand
2012 seit 16.11 2012 Reitsport GmbH Ratskeller (aus Unna)
2023 Aufgabe der Gastronomie im Ratskeller zugunsten der Brasserie im neuen Rathausanbau und neu barrierefrei gestaltet für Hochzeitsgesellschaften und Vereinswesen nach Voranmeldung
Anmerkung
Ein neues Thema ist noch nicht angedacht und eine wöchentliche Einstellung ist aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich. Es mangelt nicht an Themen und nicht an eigenen Ansichtskarten, Fotos und gesammelten Belegstücken ebenso wie freundlicherweise zur Verfügung gestelltes Material, aber man wird nicht jünger und auch der familiäre Zeitanspruch bedarf der Berücksichtigung.
Vielleicht wäre aber eine kürzere Ausarbeitung zur „Schönen Flöte“ einmal vorstellbar.
Ich bedanke mich für Ihr Interesse. Die Homepage hatte in den letzten 12 Monaten ohne Hinweise in der Presse und Zeitungen über 24000 Besuche, umfasst ausgedruckt im DIN A4 Format bis dato 630 Seiten (ohne Menüpunkt Nachrichten) und davon zum Menüpunkt Rathaus 240 Seiten.
Hinweise, Ergänzungen oder Fehlermeldungen sind erwünscht und werden gerne unter Quellenangabe eingefügt. An dieser Stelle auch ein Dankeschön für die zur Verfügung gestellten Abbildungen. Nicht immer findet sich eine Quellenangabe und ich bitte gegebenenfalls um Meldung zum Verweis und nachträgliche Genehmigung.
Vielleicht bis demnächst wieder einmal, Ihr E.-M.Eden, Holzwickede