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Holzwickede   Kellerkopfdenkmal

11. Fortsetzung

01.05.2026

 

Hartmut Mertin – auf dem Kellerkopf im Jahr 1947 geboren – wurde schon in jungen Jahren durch die Spaziergänge  mit dem Großvater zum Kellerkopfdenkmal   geprägt.  Er hörte die Geschichten aus den Anfangsjahren der Errichtung und es war für  Hartmut Mertin ein inneres Bedürfnis in den 1980er Jahren zur Pflege und Erhalt dazu eine  Vereinsgründung  1978/79  zu etablieren.  Das Kellerkopfdenkmal war für die Hengser spez. männliche Jugend ein wunderbarer Treffpunkt  und von „Kletterkünsten bis zum Soldatenkopf“ wurde mir berichtet.

Der Verein zur Pflege und Erhaltung gedieh unter dem Vorsitzendem Mertin  rasch und wuchs bis in den 3stelligen Bereich, denn auch Bewohner aus Sölde, Sölderholz, Lichtendorf, Geisecke und Schwerte fühlten sich angesprochen und verstärkten die Mitglieder aus Hengsen, Opherdicke und Holzwickede.

Es wurde eine allgemeine Veranstaltung zu Pfingsten eingerichtet, die sich zum traditionellem Ereignis entwickelte und das folgende Bild  stammt schon vom 2. Treffen im Jahr 1981 (Quellenhinweis bitte melden).

 

Aus dem Hellweger Anzeiger vom 16.6.2011 ein Foto zum

traditionellem Pfingstreffen

 

Die bewilligten Gelder wurden  vom gemeinnützigen Verein sinnvoll  verwendet und  die Institution  zur Pflege und Erhalt des Kellerkopfdenkmals wurde zur  Selbstverständlichkeit.  45 Jahre war Hartmut Mertin  Vorsitzender mit Akribie  und  eine gewisse  Ermüdung ist in der aktuellen Zeit in  vielen Vereinsstrukturen zu erkennen.

Mein Hobby – die Philatelie – ist für die  Smartphone – Generation  fast völlig out und eine unverständliche Beschäftigung, wie die Zahlen  der Verbände zeigen.

Ein frischer Schwung  wurde in Hengsen mit einem neuen Vorstand gestartet und tatsächlich erfolgreich  mit Aktivierung durch persönliche Kontakte und  Presse. Auch eine Verjüngung der Mitglieder  wurde so erreicht ebenso wie die erneute  Zahl der Engagierten auf über 200. Damit war die kleine Krise im Jahr 2023 rasch  und erfolgreich beendet und rückblickend hat Hartmut Mertin für 45 Jahre Engagement ein  höchst ehrenwertes Dankeschön verdient. Am  4.8.2023 schrieb Maximilian Zienau © Redakteur des Hellweger Anzeigers ahnungsvoll von einem der letzten  Einsätze von  Hartmut Mertin am Kellerkopfdenkmal.

 

Der neue Vorstand etablierte sich  zügig und konnte noch Fördergelder  für zurückliegende Zeiten rechtzeitig abrufen.

Wie bereits zum Anfang erwähnt, wurden die Treppenstufen ausgebessert und ein Edelstahlgeländer errichtet neben den üblichen  Arbeiten mit Grünschnitt und Platzpflege.

Dem 10köpfigen Vorstandsteam  unter dem Vorsitzendem Jan Schmidt  ist weiterhin Erfolg zu wünschen unter dem seit 47 Jahren offiziell geltenden Aspekt hier kein Kriegerdenkmal zu pflegen, sondern im Gedenken an die Gefallenen des 1. Weltkrieges zu mahnen.

Gerade die aktuelle Zeit mit Kriegsgeschehen an vielen Orten  belegt das  Versagen der Politik vermutlich gegen die  eigentlichen Interessen ihrer eigenen Bürger. Politische Einzelakteure  haben anscheinend keine Kriegsscheu und können mit „ihren Toten und Verletzten auf allen Seiten ohne Selbstzweifel gut schlafen“  und dies ist  ein Tatbestand, der mir völlig unverständlich bleibt.

Ca. 80 Millionen Tote aus den Kriegen des 20igsten Jahrhundert  sind ohne Lerneffekt geblieben und   belegen aktuell  tragisch  menschliches Versagen.

Es ist lohnenswert die Homepage des  Fördervereins zur Erhaltung und Pflege des 130er Denkmals in Hengsen aufzusuchen  und Termine zu notieren und oder Mitglied zu werden.

Aus dem HILGENBAUM info der ersten Ausgabe in 2025 nachfolgend der

neue Vorstand

 

und am Tag des „Offenen Denkmals“ konnten am 8.9.2025 bei strahlendem Wetter 250 Besucher  festgehalten werden unter der Beteiligung des Fördervereins  der Kita „Schatzkiste“, dem Freundeskreis Holzwickede – Louviers, dem historischen Verein  und den Schlüter-und Schlepperfreunden sowie der  katholischen Kirchengemeinde

 

Wie war das weitere Schicksal  der Gaststätte Pampus am Kellerkopf ?

Die Gaststätte wurde bis Ende 1971 meines Wissens nach betrieben. Das Haus wurde zunächst noch als Wohnsitz genutzt und verfiel  anschließend.

 

Die Besitzerin und Enkelin von Karl Pampus Frau Sigrid Müller konnte das  sicherlich schwierige Objekt an einen  „Liebhaber“  Herrn Harald Vidrik und seine Partnerin Frau Brigitte Linzner im Jahr 2003  verkaufen  mit dem zugehörigen Waldstück.

 

Harald Vidrik als Inhaber einer  Firma für Lehmbau, Fachwerksanierung und Holzwandheizungen aus Dortmund wagte sich unterstützt durch die Denkmalbehörde  aus der „Ruine“ einen Wohnsitz zu gestalten. Zeitliche Verzögerungen durch eine unsachgemäße Sanierung  der Eichenbalken  durch eine Zimmerei  mussten toleriert werden, das Dach bedurfte der Erneuerung, die Elektroarbeiten waren natürlich weitere Kosten ebenso wie die Bruchsteinsanierung der Außenfassaden mit neuen Fenstern und Türen. Eine solche Aufgabe ist wohl nur als persönliche Liebhaberei zu bewältigen.

 

Damit möchte ich das Thema  Kellerkopfdenkmal abschließen.

Eventuell fehlerhafte Inhalte bitte melden und werden unter Quellenangabe korrigiert. Auch weitere Informationen oder ergänzende Bilder sind ebenso erwünscht.

Ein neues Thema wäre sicherlich zu finden, aber  die Realisierung ist aus verschiedenen Gründen schwierig und nebenbei vermerkt,  man wird nicht jünger und 3 Jahre Homepage eden-internet  waren für mich aber selbst höchst interessant ! Die Homepage eden-internet  existiert nun schon 3Jahre  und die Besucherzahl in den letzten 6 Monaten betrug knapp 24000 und ich bedanke mich für Ihr Interesse.

Vielleicht bis demnächst wieder einmal, Ihr E.-M.Eden, Holzwickede.