Holzwickede und die Emscher
2. Fortsetzung
26.11.2023
Passend zu den obigen Phasen einige beispielhafte Fotoansichtskarten in der Chronologie der Parkgestaltung. Zunächst aus dem Jahr 1962 die Parkbänke mit Blick auf die evangelische Kirche im ersten nördlichen Parkbereich. Zwischen den Parkbänken ist ein kleiner Sandspielkasten für die Kinder eingerichtet.
Sechs Jahre später findet sich eine Ansichtskarte mit der Parkerweiterung nach Süden Richtung Kirchstraße.
und auch der Spielplatz wurde vergrößert und nach Süden an die Kirchstraße verlegt und zeigt sich folgend dort in seiner ersten Gestaltung.
Noch baumlos präsentiert sich der Spielplatz mit freier Sicht Richtung auf den evang. Kirchturm. Das Haus Tengelmann/Drs. Felmann-Amelung versteckt in den Bäumen und rechts davon Richtung Süden der Neubau Zahnarzt Sonnenschein (später Gereon Büscher, Übernahme Fa. Derwald und Abriss für 2. Ärztehaus). Natürlich noch weitere fehlende Bebauung an der Allee Richtung Edeka (früher COOP) mit 1. Ärztehaus und Allee-Apotheke.
Ab dem Jahr 1962 wurde der Rathausplatz umgestaltet, das Denkmal entsorgt und eine neue Gedächtnisstätte im neu gestalteten Emscherpark aufgestellt, die vom Bildhauer Josef Baron aus Unna-Hemmerde geschaffen wurde. Rechts noch im Hintergrund das Stahlgerüst der Feuerwehr zur Schlauchtrocknung auf dem Marktplatz (später hier Gebäude Wasserversorgung, heute hier Rathausneubau).
Folgend die Bronzeoriginalarbeiten aus dem Jahr 1962/63 des Bildhauers Josef Baron (1920 – 2020) eingearbeitet in Anröchter Dolomit durch Bildhauer Hennik Gausling - nach denen die Denkmalrepliken (Holzwickede – Munster, Clara Schumann Gymnasium) im Großformat als Mahnmal durch Kunstwerkstätten in Bronze und Stein gefertigt wurden
Aufbau Mahnmal Josef Baron im Emscherpark mit Blick auf die katholische Kirche
Die 7 Motive im Mahnmal mahnen zeitlos und ohne Ortsbezug menschliches Elend in leider auch noch aktuellen Kriegszeiten: Die 3köpfige Familie auf der Flucht durch Vertreibung, das Abschied nehmende Ehepaar in der Ungewissheit eines Wiedersehens, das Waisenkind, den Gefangenen hinter Stacheldraht, den Kriegsversehrten mit rechtsseitigem Unterarm- und linkseitigem Unterschenkel – Verlust, den verzweifelten Schrei mit den ausgestreckten Armen gegen Himmel eines Betroffenen, den liegenden Toten mit Thorax“loch“ durch Schuß- oder Splitterverletzung.
Nachfolgendes Ensemble zeigt die Originalbronzearbeiten im Wettbewerbsmodell mit Autogramm Josef Baron und darunter die Aufstellung im Emscherpark. Nach letzter Umgestaltung des Emscherparks durch die Emschergenossenschaft im Jahr 2009/10 wurde eine Replik hergestellt und im Forum des Clara Schumann Gymnasiums in Holzwickede aufgestellt und die Steinstelen im Emscherpark wurden auseinandergesägt und in Munster vor der Kirche erneut platziert (s. rechts oben und unten).
Vom Emscherpark existieren nun zahlreich weitere Fotos und Ansichtskarten und können nicht alle zur Vorstellung kommen. Aber zumindest noch ein Blick auf den Emscherparkteich mit Wasserfontäne. Die Enten wurden zum Leidwesen der Parkgärtner und des Ordnungsamtes pausenlos gefüttert und hinterließen ihre Spuren.
Dazu ein Blick auf dieses Gelände in Richtung Ärztehaus Allee 15 und damals noch mit einer Zweigstelle der Sparkasse (heute Reinke, Optiker) besetzt. Erkennbar ist der Emscherteich mit seinen Entenbewohnern und seiner Wasserfontäne. Dies war der Anblick vor der letzten Umgestaltung durch die Emschergenossenschaft ab dem Jahr 2009/10.
und noch ein Blick auf den Kinderspielplatz in älterer Version, mittlerweile aber von Bäumen umringt und Blick in Richtung Ärztehaus mit der Allee - Apotheke.
Wohl fast alle Holzwickeder laufen mehr oder weniger häufig durch den zentral gelegenen Emscherpark, teils verweilen sie zu einem Gespräch auf den Bänken, freuen sich an den spielenden Kindern oder schauen den Boulespielern zu. Andere eilen zwischen Hauptstraße, Ärztehäusern und dem EDEKA-Geschäft mit der Poststelle oder besuchen das angrenzende Rathaus mit seinem Neubau.
Zur Vollständigkeit noch der erste Teich als Regenrückhaltebecken zwischen Opherdicker- und Kirchstraße westlich vom heutigen Parkplatzgelände im ehemaligen Gräftenbereich südlich der katholischen Kirche und durch die Emschergenossenschaft neu gestaltet (danke Copyright Hans Blossey).
Fortsetzung folgt